poesie.album flaschenpOst. daily?*
bLickfabrik. *prInziPessin.*

Zwei meiner zahlreich vorhanden Zehennägeln wachsen momentan ein. Sie bohren sich ins Fleisch und der zehnte Stock eines Stundenhotels wird von Hallogenscheinwerfern in ein realitätsgetreueres Licht gerückt.

Die Sonne kitzelt einen Marienkäfer auf dem Fensterbrett zu Tode, zwischen Rauhfaser und Wand klebt die fremde Mentalität einer fremden Stadt und die Hoffnung auf eine zum Hotelbesitzer gehörigen Karriere. Ich bemitleide mich für meine Traumatisierungen; lege mich zusammen mit dem Bananenfleck auf meinem Nachthemd in die Einfahrt der Tiefgarage und warte aussichtslos auf eine Fahigkeit. "Dein Prosamüll ist unter meinem Niveau", sagte ein durchaus kompetenter Kritiker und war derweil ein hauptberuflicher Spekulatiusfabrikant.

S. hingegen kritisiert momentan meinen Hang zur Fiktion und ein purpurnes Abedkleid, in das ich sie im Rahmen eines fiktiven Textes gesteckt habe. Mental steht sie mir vermutlich bei, in dieser aus einem Aufenthaltsort bestehenden Scheiße und dem braun melierten Teppich, der allerlei Hautschuppen geschäftlich Verreister benhaltet und abgesehen von der Basis unseres Zimmers tatsächlich ein Schmuckstück darstellen soll.

Lieber Lebenslauf,                                                                  

prinzipiell hatte ich als vierzehnjährige Regisseurin enden wollen, die auf Pressekonferenzen stilvoll über ihre Vergewaltigungsfilme diskutiert und derweil zwei Zigaretten aufeinmal raucht. Enden werde ich als fünfzehnjährige Bundeskanzlerin, die sich das Rauchen mit vierzehn abgewöhnt hat.

27.1.07 22:00
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen
Gratis bloggen bei
myblog.de